Geschichte und Auftrag der Stiftungsforsten
Die Stiftungsforsten Kloster Haina blicken auf eine fast 500-jährige Geschichte zurück, die mit der Auflösung der Klöster Haina und Merxhausen im Jahr 1527 begann. Landgraf Philipp der Großmütige wandelte diese Besitztümer 1533 in Stiftungen um, die als „Hohe Hospitäler“ der sozialen Fürsorge dienten. Dieses Stiftungsvermögen ist in seinen wesentlichen Bestandteilen bis heute erhalten geblieben und umfasst aktuell eine Waldfläche von rund 7.585 Hektar.
Rechtlicher Status und Verwaltung
Seit 1953 fungiert der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen als Treuhänder dieser Wälder. Rechtlich handelt es sich dabei um ein wirtschaftlich getrenntes Sondervermögen, das als kaufmännischer Regiebetrieb geführt wird. Damit bleibt das Stiftungsvermögen strikt vom übrigen Haushalt des Verbandes getrennt. Die heutige Bezeichnung „Stiftungsforsten Kloster Haina“ wurde im Jahr 2001 eingeführt, um die historische Identität der ehemaligen Klosterwaldungen hervorzuheben und gleichzeitig zu verdeutlichen, dass der Betrieb keine staatlich-hoheitlichen Forstaufgaben wahrnimmt.
Aktuelle Struktur
Nach verschiedenen organisatorischen Umbrüchen und Zusammenschlüssen in der Nachkriegszeit wird die gesamte Forstfläche heute einheitlich verwaltet. Der Betrieb ist in vier Revierförstereien unterteilt, die nach modernen kaufmännischen Grundsätzen der doppelten Buchführung bewirtschaftet werden. Damit wird sichergestellt, dass das historische Erbe der Landgrafschaft Hessen im Sinne der ursprünglichen Stiftungszwecke nachhaltig erhalten und verwaltet wird.
