Die Region rund um das Kloster Haina lädt mit ihren historischen und ökologisch wertvollen Wegen zum Erkunden ein. Der Stamford’sche Garten, der Tischbein-Wanderweg und der Waldkulturerbe-Weg Haina erzählen auf unterschiedliche Weise die Geschichten des Ortes. Diese Wege sind in gewissem Maße miteinander verbunden, sodass Sie die reiche Kultur und Natur der Stiftungsforsten Kloster Haina erleben können.
Der historische Stamford’sche Garten
Der ehemalige Offizier Friedrich von Stamford, der 1789 zum Leiter des Hospitals in Haina ernannt wurde, legte rund um das Kloster einen englischen Landschaftsgarten an. Finanziert aus privaten Mitteln, war diese Anlage ein Geschenk an alle Einwohner und Hospitalpatienten.
Heute können Sie den fünf Kilometer langen Wanderweg durch den Garten nutzen, um Aussichtspunkte und romantische Naturkulissen zu entdecken. An den Wegen informieren Hinweistafeln über die Kultur und Geschichte der Anlage.

Der Tischbein-Wanderweg
Vom Tischbeinhaus aus können Sie durch den englischen Garten von Friedrich von Stamford wandern und den Spuren des berühmten Goethe-Tischbein folgen. Er nutzte diesen Weg als Kind, um seine Tante zu besuchen, die als Frau des Dorfschullehrers in Dodenhausen lebte.
Der Tischbein-Wanderweg erstreckt sich über acht Kilometer und ist ein Weg, der Geschichte, Kunst und Natur verbindet. Hinweistafeln erzählen hierbei die Einzelheiten aus dem Leben des Goethe-Malers. Zwischen dem Klostergelände und Battenhausen verläuft der Weg sogar parallel zum Kellerwaldsteig, dem bekannten Wanderweg durch den Nationalpark und den Naturpark Kellerwald-Edersee.
Das wertvolle Waldkulturerbe
Die Wälder, die die einstigen Mönche der Abtei bewirtschafteten, wurden 1533 zu den Stiftungsforsten Kloster Haina umgewandelt. Sie umfassen eine Fläche von 7.464 Hektar und gehören heute zum Landeswohlfahrtsverband Hessen.
Mit 46 verschiedenen Baumarten und einer nachhaltigen Bewirtschaftung, die auf das Miteinander verschiedenster Baumalter abzielt, gelten die Wälder als wertvolles Kultur- und Naturerbe. Sie bieten seltenen Arten wie dem Schwarzstorch, Uhu und Wanderfalken einen geschützten Lebensraum.
Um dieses Erbe zu vermitteln, wurde der Waldkulturerbe-Weg Haina angelegt, der Besuchern die Geschichte und ökologische Bedeutung der Wälder näherbringt.

Die Klosterkirche Haina
Die ehemalige Zisterzienserkirche in Haina ist ein bedeutsames gotisches Baudenkmal in Hessen. Errichtet zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert, beeindruckt sie noch heute durch ihre schlichte Eleganz und die Lichtfülle des hohen Kirchenschiffs. Besonders sehenswert sind die mittelalterlichen Glasmalereien und das kunstvolle Chorgestühl.
Damit dieses geschichtsträchtige Erbe lebendig bleibt, wird die Anlage durch die Klosterfreunde Haina e.V. unterstützt, die sich leidenschaftlich für die Restaurierung, die Auseinandersetzung mit der Klostergeschichte und die kulturelle Belebung des Standorts einsetzen.

